Die 3 besten Gegenden in Barcelona

Die 3 besten Gegenden in Barcelona

Jeder scheint auf Barcelona zu stehen, und das hat seine Gründe. Strand. Kunst. Tapas. Party. Architektur. Katalanischspanisch? Das alles kann einen überfordern, vor allem wenn man sich im Viertel vergreift. Das muss nicht sein.

Die 3 besten Gegenden für deinen Besuch in Barcelona:

  • Favourhood N° 1 Barri Gòtic

    Mittelalterlich, eng und verwinkelt.

    Barri Gòtic
  • Favourhood N° 2 El Born

    Zentral, künstlerisch und hip.

    El Born
  • Favourhood N° 3 Eixample

    Architektur, Shopping und Gaudí.

    Eixample
  • Eher nicht

    Man muss ja
    nicht alles
    ausprobieren.

    Eher nicht

Die 3 besten Gegenden in Barcelona.

  • 1 Barri Gòtic
  • 2 El Born
  • 3 Eixample
  • Eher nicht

Barri Gòtic – Mittelalterlich, eng und verwinkelt


Manche Orte ändern sich nie. Jahrhundertelang sind sie nichts Besonderes, aber sie bleiben. Weil es immer schon so war, weil nichts Neues her muss. Und dann verändert sich die Welt rundherum. Plötzlich, innerhalb von wenigen hundert Jahren. Und alle wollen dorthin, wo es ist wie damals: Wo das Pflaster nachmittags nass ist vom morgendlichen Aufwaschen, weil die Gassen zu eng sind für die Sonne. Wo du die alten Mauern riechst, noch bevor du das Echo der Kirchenglocken von ihnen abprallen hörst.

Willkommen im Barri Gòtic.

Das „Gotische Viertel“ ist Teil der Altstadt („Ciutat Vella“) von Barcelona. Zu ihr gehören noch ein paar andere Gegenden, wie das großartige „El Born“. Da wie dort spürt man heute noch, dass die Altstadt die längste Zeit von mittelalterlichen Mauern umgeben war. Alles im Barri Gòtic ist eng, verwinkelt, teilweise sogar dunkel. Autos kämen hier meist nicht mal durch, wenn sie es probieren dürften.

Du bekommst:

  • enge Gassen, alte Mauern
  • zentrale Lage
  • Kirchen und
    gotische Architektur
  • kurze Wege zu
    Hafen und Strand
  • mehr Touristen als anderswo

Da Barcelona nach dem Mittelalter nicht gerade floriert hat, wurden gotische Gebäude oft nicht ersetzt und stehen noch heute. Dieser – aus heutiger Sicht – Glücksfall sorgt für einen angenehmen Kontrast zur teilweise nervigen „Rambla“ und zum nördlich angrenzenden „Plaça de Catalunya“. Von der Rambla ins Barri Gòtic zu flüchten, fühlt sich an wie eine Erlösung – sofern du dort nicht gleich wieder touristische Hotspots ansteuerst.

Die Gegend rund um „La Catedral“, die gotische Kathedrale, ist so ein Hotspot. Dass es hier touristisch und etwas stressig zugeht, muss man in Kauf nehmen.

Die zentrale Lage entschädigt: Zwischen Hafen und Eixample gelegen, zwischen Rambla und El Born, ist das Barri Gòtic ideal, wenn du kurze Wege magst. Strand: 5-10 Minuten zu Fuß. Shopping am „Passeig de Gràcia“: ebenfalls. Und am Plaça Reial gibt's sogar Nightlife.

Nachmittags noch nasses Pflaster vom morgendlichen Aufwaschen.

Manche Gassen im Barri Gòtic sind selbst für die Sonne zu eng

Praktischer Tipp für Barri Gòtic

Da Autos fast in der gesamten Gegend verboten sind, erübrigt sich eine Anfahrt damit. Auch Taxis kommen nicht ordentlich voran. Also besser zu Fuß gehen, zumindest das letzte Stück zum Hotel. In der Nähe der Kathedrale sowie auf der Rambla solltest du auf Taschendiebe achtgeben.

El Born – Zentral, künstlerisch und hip


Die El Born Identität ist schwierig. Streng genommen gibt es die Gegend gar nicht, ihre Existenz wird offiziell verleugnet. Aber es scheint als würde man sie kennen. Ihr Name ist an manche Häuser geschmiert. Geschichten von ihr haben es in die katalanische Wikipedia geschafft.

Die gute Nachricht ist: Wo exakt das Viertel nun beginnt und endet, zu welchem Bezirk es offiziell gehört und wie dieser aufgebaut ist, interessiert niemanden. Jeder in Barcelona weiß, was El Born ist und wo es circa liegt. Und dass man dort zwischen alten Mauern eine gute Zeit haben kann, ohne von Touristen erdrückt zu werden.

El Born ist das Viertel in Barcelona, das die guten Eigenschaften anderer Gegenden in sich vereint: Es ist so verwinkelt und mittelalterlich wie das Barri Gòtic – ohne die Besuchermassen. Du wirst wie im Eixample keine Probleme haben gute Restaurants und Bars zu finden – ohne die hohen Preise von dort. Und mittlerweile fühlt sich El Born auch künstlerisch und hip an, fast wie das Szeneviertel Gràcia – nur in Innenstadtnähe am Meer.

Du bekommst:

  • ein Viertel inmitten von Allem
  • dadurch auch: Strandnähe
  • Bars und Restaurants
  • Handwerk und Kreative
  • Probleme, das Ding auf einer Karte zu finden

El Born war schon immer das Viertel der Händler und Handwerker. Das merkt man auch heute noch; nicht nur an den Straßennamen, sondern auch an den kleinen Läden die alles verkaufen, was man so in Handarbeit herstellen kann. Niedrige Mieten haben Künstler und Kunsthandwerker angelockt und El Born damit zur Nachbarschaft der Kreativen gemacht.

Wie lange das noch so bleibt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen, denn coole Viertel mit Historie bleiben üblicherweise nicht lange günstig. El Born ist mitten in diesem Prozess. Expats suchen sich hier gerne ihre Wohnungen, die Mieten steigen. Tapas-Bars und solche zum Trinken ziehen junge Leute an, die abends die Pätze bevölkern, auf denen im Mittelalter noch Märkte und Hinrichtungen stattfanden.

Welchen Weg El Born einschlagen wird, bleibt also spannend. Klar ist aber, dass deine Wege nicht allzu lang sein werden, wenn du hier wohnst. In 5-10 Minuten bist du am Strand, im Eixample, im Barri Gòtic, im Zoo oder am Hafen. Nur durch die engen Gassen zurückfinden musst du danach wieder.

Coole Viertel mit Geschichte bleiben nicht ewig günstig.

El Born ist gerade dabei, zu teuer für seine Handwerker & Kreativen zu werden

Praktischer Tipp für El Born

Weite Teile der Gegend sind mit dem Auto nur schwer erreichbar. Auch Taxis kommen manchmal nicht ordentlich voran. Also besser generell zu Fuß gehen, zumindest das letzte Stück zum Hotel.

Eixample – Architektur, Shopping und Gaudí


Stell dir vor wir sind Stadtplaner im 19. Jahrhundert, Barcelona platzt aus allen Nähten. Da sind immer noch Mauern rund um die Stadt, alles ist seit Jahrhunderten eng und dunkel, nach Süden hin gibts Meer statt Platz zum Bauen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir alle mit der selben Idee daher kämen: Weg mit den Mauern, Stadt nach Norden hin erweitern, neuen Stadtteil „Erweiterung“ nennen!

Soweit so logisch. Was aber mit dem Eixample geschaffen wurde, ist schon etwas ganz Besonderes: Schnurgerade breite Straßen, oft mit Baumalleen, bilden ein Raster, die Häuserblocks dazwischen sind alle gleich groß. 133 m. Die Häuser haben große Innenhöfe, die Straßenkreuzungen sind eigentlich achteckige Plätze.

Das hat vor allem eines zur Folge: Viel viel Licht, das auf spekatkuläre Fassaden fällt. Denn so eine Kreuzung hat eben nicht wie üblich vier Häuserecken, sondern vier schräge Fassaden, die einen Platz einfassen.

Du bekommst:

  • Breite Straßen, spektakuläre Aussichten
  • Flagship-Stores und Einkaufsstraßen
  • Viel Gaudí
  • Viel Auslauf

Weil du dich im Eixample an jeder Kreuzung diagonal übers Raster bewegst, fühlst du dich irgendwann wie ein Läufer auf dem Schachbrett. Aber so viel großstädtische Schönheit findet sich nicht schnell anderswo. Großzügig und durchdacht wirkt das Viertel, selbst der Verkehr fließt statt zu stocken. Insgesamt fühlt sich das Eixample an wie der Gegenentwurf zur mittelalterlichen Altstadt mit ihren engen Gassen und alten Mauern.

So langweilig „Rastersystem“ erstmal kling: Letztlich sorgt der immer gleiche Aufbau der Häuserblocks dafür, dass du die abwechslungsreiche Architektur erst wirklich gut wahrnimmst. Da wechseln sich prächtige Fassaden, die ein bisschen an Paris erinnern, mit den für Barcelona so typischen und exzentrischen Modernisma-Bauten ab. Gäbe es Architekturporno, er würde so aussehen.

Und weil Pracht und Größe so gut einhergehen mit Luxus und Wohlstand, haben all die großen Marken ihre Flaship-Stores im Eixample. Speziell am Passeig de Gràcia, wo sich auch die prestigeträchtigen Hotels mit ihren Rooftop-Bars tummeln. Das hat natürlich seinen Preis: Das Eixample ist nicht ganz billig.

Achja, man kann nicht übers Eixample reden ohne Gaudí zu erwähnen (auch wenn man beide nicht aussprechen kann): Häuser wie die Casa Battló und die Casa Milà, und natürlich die überwältigende Sagrada Familia fallen durch ihre organische Eigen- und Einzigartigkeit im geradlinigen Rastersystem umso mehr auf.

Gäbe es Architektur-Porno, er würde im Eixample spielen.

(und käme ohne Dialoge aus)

Praktischer Tipp für Eixample

Fußwege können im Eixample aufgrund der schnurgeraden breiten Straßen weiter sein, als sie erst scheinen. Sich bei der Sagrada Familia anzustellen macht wenig Sinn, es kann ewig dauern und ist unnötig: Wenn du dir vorab online ein Ticket kaufst, kommst du in einem bestimmten Zeitfenster fast ohne Wartezeit hinein.

  • Vermeide Raval. Was Immobilienmakler schon mal gerne als „aufstrebend“ bezeichnen könnte man auch unsicher und weniger attraktiv nennen. Das gilt besonders für den westlichen Teil des Bezirks.

  • Wohne nicht direkt an der Rambla. Diese Einkaufsstraße ist laut, anstrengend und der beste Ort, um dein Handy oder deine Geldbörse zu „verlieren“.

  • Nicht so interessant für Besucher: die äußeren Bezirke von Barcelona. Einfach weil die Wege weit sind und es weniger zu erleben gibt. Überraschenderweise ist auch die direkte Umgebung der Sagrada Familia wegen der Touristenmassen nicht ideal.

Barcelona in 1 Minute

Der Aufbau von Barcelona:

  • Die Stadt liegt direkt am Meer und ist vermutlich durch nichts so stark geprägt wie durch den Strand, die zahlreichen Promenaden und Häfen.

  • Die Altstadt („Ciutat Vella“) von Barcelona liegt zentral und direkt am Meer. Von ihr aus verlaufen schnurgerade Straßen in fast alle Richtungen.

  • Die zwei für Besucher wichtigsten Straßen sind die „Rambla“ und der „Passeig de Gràcia“ – beliebte Einkaufs- und Flaniermeilen. Sie führen vom Meer weg, bergauf durch die Altstadt, bis mitten ins rasterförmig angelegte „Eixample“.

  • Die großen Ausfallstraßen werden durch die diagonal verlaufende „Avinguda Diagonal“ verbunden. Sie verläuft 11 km lang schnurgerade von einem Ende der Stadt zum anderen und teilt sie in zwei Hälften.

  • Nördlich der „Diagonal“ liegen jene Teile Barcelonas, die für Besucher weniger interessant sind. Abgesehen von der Sagrada Familia und dem Parc Güell spielt sich das Leben für Expats und Touristen meist in der südlichen Hälfte ab.

Der Aufbau von Barcelona

  • Barcelona liegt direkt am Meer und ist vermutlich durch nichts anderes so stark geprägt wie durch den Strand, die zahlreichen Promenaden und Häfen.
  • Die Altstadt („Ciutat Vella“) liegt zentral und direkt am Meer. Von ihr aus verlaufen große, schnurgerade Straßen in fast alle Richtungen.
  • Die zwei für Besucher wichtigsten Straßen sind die „Rambla“ und der „Passeig de Gràcia“ – beliebte Einkaufs- und Flaniermeilen. Sie führen vom Meer weg, bergauf durch die Altstadt, bis mitten ins rasterförmig angelegte „Eixample“.
  • Die großen Ausfallstraßen werden unter anderem durch die diagonal verlaufende „Avinguda Diagonal“ verbunden. Sie verläuft 11 km lang schnurgerade von einem zum anderen Ende der Stadt und teilt sie in zwei Hälften.
  • Nördlich der „Diagonal“ liegen jene Teile Barcelonas, die für Besucher eher weniger interessant sind. Abgesehen von der Sagrada Familia und dem Parc Güell spielt sich Leben für Expats und Touristen meist in der südlichen Hälfte ab.

Fast Facts

Vom Flughafen in die Stadt

Barcelona hat nur einen Flughafen (im Gegensatz zu den zahlreichen Schiffshäfen), es gibt also keine Verwirrung, wo du landest. Wenn du die 25-30 € für ein Taxi in die Innenstadt nicht ausgeben möchtest, hast du folgende sinnvolle Alternativen:

  1. Seit 2016 ist der Flughafen an das Metro-Netz angeschlossen. Man kann vergleichsweise günstig (um ein paar Euro) mit der U-Bahn in die Stadt. Das hat den Vorteil, dass du dich bereits im U-Bahnnetz befindest und mit diesem so gut wie überall hingelangst. Kurze Intervalle und jeweils eine eigene Metro-Station für jeden der beiden Flughafen-Terminals.
  2. Wenn du direkt in die Stadtmitte musst (Plaça d'Espanya oder Plaça de Catalunya), nimmst du am besten den Aerobus. Der fährt alle 5-10 Minuten von beiden Terminals und so gut wie ohne Zwischenstop in die City. Und das um 6 €. Die Tickets kaufst du direkt beim Einstieg.
  3. Andere Busse und die Bahn sind meiner Meinung nach nicht empfehlenswert: zu weite Wege am Flughafen, zu lange Intervalle und auch nicht günstiger.

Sicherheit

Barcelona ist – vielleicht zur Überraschung vieler, die ein anderes Bild von mediterranen Großstädten haben – eine der sichersten Städte Europas. Schwere Verbrechen und Gewalt sind sehr selten. Taschendiebstahl ist allerdings in manchen touristischen Gegenden ein Problem (La Rambla und Teile des angrenzenden Raval, an Bahnhöfen und großen Metro-Stationen).

Davon abgesehen fühlen sich die Straßen Barcelonas selbst spät nachts sicherer an als in vielen anderen Städten. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass in Spanien generell selten getrunken wird, bis man aus der Bar fliegt.

Herumkommen

Ehrlich gesagt ist Barcelona eine Stadt, in der man so viel zu Fuß gehen sollte wie möglich – die Fassaden und Prachtstraßen allein sind es wert. Allerdings unterschätzt man die Distanzen aufgrund der langen, geraden Straßen (ähnlich wie in Paris!) gerne.

Im Sommer ist man auch recht dankbar für die klimatisierte U-Bahn, die generell empfehlenswert ist: Sie erschließt die gesamte Stadt und ist günstig (etwas über 2 € für eine Einzelfahrt, um 1 € mit einer 10er-Karte).

Taxis sind für europäische Verhältnisse ebenfalls günstig in Barcelona. Die auf der Anzeigetafel aufleuchtende Ziffer zwischen 1, 2 oder 3 bedeutet, welcher Tarif gerade gilt (1 ist am billigsten, 3 am teuersten).

Speziell am Wochenende kann es manchmal schwierig sein, schnell ein Taxi zu bekommen, die App MyTaxi ist dann ganz hilfreich. Uber und Car2Go gibt es in Barcelona derzeit hingegen nicht.

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants in Barcelona sind eindeutig mediterran: Geschäfte öffnen selten vor 10 Uhr, dafür halten sie sie bis 21 Uhr abends offen. Im Zeitraum von 13 bis 17 Uhr schließen viele Läden für 2 Stunden. Während mittlerweile der Großteil der Geschäfte auch am Samstagnachmittag geöffnet hat, ist am Sonntag generell fast alles zu.

Restaurants haben auch oft montags geschlossen; Essen nach 23 Uhr zu bekommen ist dafür meist kein Problem.

Die beste Reisezeit

  • November bis März: Wenn du Off-Season-Barcelona erleben willst, sind das deine Monate. Das Wetter ist mild mit relativ wenig Regen, es sind wenig Touristen in der Stadt und dadurch auch die Preise niedriger.
  • April bis Juni: Empfehlung Nummer 1. Es ist bereits schön warm und sonnig, der Regen hält sich auch in Grenzen. Noch sind nicht allzuviele Touris in der Stadt, wodurch die Preise okay sind. Das Meer ist aber noch etwas kühl zum Schwimmen.
  • Juli und August: Wahrscheinlich nicht die ideale Zeit, um Barcelona zu besuchen. Warum? Die Stadt ist voller Touristen, dafür sind viele Einheimische weg. Dadurch bleiben auch einige der besseren Restaurants geschlossen. Es ist richtig heiß und die Preise sind hoch.
  • September und Oktober: Empfehlung Nummer 2. Zwar ist es noch sommerlich warm, aber nicht mehr brütend heiß. Im Herbst kann es auch mal ordentlich regnen in Barcelona, dafür ist das Meer noch relativ warm und auch die Touristenmassen sind nicht vergleichbar mit jenen im Sommer.

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