Die 3 besten Gegenden
in Wien

Jahrhundertelang wurde in Wien Geschichte geschrieben. Heute, sagt man, ist es die Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Nicht von Österreich. Weltweit. Stell dir vor du kommst hierher und wohnst dann in der falschen Gegend. Sei nicht so. Sei clever.

Hier sind die 3 besten Gegenden für deinen Besuch in Wien:

  • Beste Gegend N° 1 1. Bezirk

    Im Herzen der Stadt.

    1. Bezirk
  • Beste Gegend N° 2 6. und 7. Bezirk

    Jung, alternativ und hip.

    6. und 7. Bezirk
  • Beste Gegend N° 3 8. und 9. Bezirk

    Ruhig und bürgerlich.

    8. und 9. Bezirk
  • OH NO! Eher nicht

    Meide diese Gegenden

    Eher nicht

Die 3 besten Gegenden in Wien.

  • 1 1. Bezirk
  • 2 6. und 7. Bezirk
  • 3 8. und 9. Bezirk
  • Eher nicht

1. Bezirk – Im Herzen der Stadt


Klar, der Erste Bezirk ist ein bisschen stressiger als andere Gegenden von Wien. Und jaja, es ist auch touristischer und teurer als anderswo. Aber herrje, das ist es allemal wert!

Die ganze Szenerie, die Architektur, das alles ist schon einzigartig. Auf engem Raum gibt es so viele Sehenswürdigkeiten wie Pferdekutschen („Fiaker“) und manchmal fühlt es sich immer noch an wie das alte Wien der Habsburger. Speziell, wenn du die engen Gassen anstatt der großen Einkaufsstraßen (Kärntner Straße, Graben, Kohlmarkt) nimmst, kann dir das passieren.

Ironischerweise lockt die kultivierte Wiener Langsamkeit Besuchermengen an, die in der Innestadt schon auch mal stressen können. Trotzdem: Dass du hier nie länger als 20 Minuten gehen musst, um von A nach B zu kommen, ist schon großartig!

Du bekommst:

  • Sehenswürdigkeiten in Gehreichweite
  • perfekte Architektur
  • Shopping-Möglichkeiten
  • andere Touristen
  • zu teuren Kaffee

Der Erste Bezirk – das ist im Prinzip alles innerhalb der Ringstraße – ist buchstäblich das Zentrum Wiens, und der Stephansdom steht genau in seiner Mitte. Das Ganze ist dicht und eingekocht wie ein Gulasch, weil bis 1858 anstelle des Rings eine Stadtmauer stand. Obwohl schon damals die meisten Menschen „außerhalb“ lebten, galt nur als Wien, was innerhalb der Mauer lag.

Heute stehen an der Ringstraße die berühmtesten Gebäude der Stadt: Staatsoper, Burgtheater, Hofburg, Rathaus, Parlament, Universität, Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum, alles da.

Neben mondäner Architektur findest du hier auch legendäre Institutionen wie das Café Sacher, die Hofreitschule und das Café Central. Wenn du vermeidest, direkt am Schwedenplatz oder Karlsplatz zu wohnen, kannst du im Ersten Bezirk kaum etwas falsch machen (beide Plätze sind etwas rau und verkehrsgeplagt).

Nie mehr als 20 Minuten gehen.

Der 1. Bezirk ist kompakt und liegt im Herzen Wiens

Praktischer Tipp für den 1. Bezirk

Mit dem Auto solltest du nur in die Wiener Innenstadt kommen, wenn dein Hotel eine Garage hat. Sowohl das Fahren (Einbahnstraßen!) als auch die Parkplatzsuche kann nerven.

Außerdem: Wie in den meisten Gegenden Wiens ist Parken kostenpflichtig (Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr). Die so genannten „Parkscheine“ kann man an Tankstellen, in Postfilialen, an den Ticketautomaten der U-Bahn und in „Trafiken“ kaufen (das sind kleine Geschäfte, die oft mit „TABAK“ beschriftet sind).

Den schnellsten Überblick über die Innenstadt bekommst du übrigens auf dem Nordturm des Stephansdoms: Einfach in die Kirche hineingehen und auf der linken Seite den Aufzug suchen. Kostet 5 €.

6. und 7. Bezirk – Jung, alternativ und hip


Sechster und Siebter Bezirk liegen nördlich und südlich der Einkaufsmeile „Mariahilferstraße“. Obwohl die Straße sehr belebt ist und auch mal stressen kann, sind die Bezirke insgesamt recht ruhig. Seien wir ehrlich, es ist immer noch Wien – nur eben ein bisschen cooler als der Rest der Stadt, weil hier die Jungen, Hippen und Kreativen leben.

Die Chance, hier von einem Mädchen auf ihrem Longboard oder einem Typen mit Vollbart, Holzfällerhemd und Fixie-Bike angefahren zu werden, ist höher als die, einen Parkplatz fürs Auto zu finden. Ähnlich beim Kaffee: Die Miniröstereien der Hipster-Crowd im Sechsten und Siebten Bezirk brauen – das muss man sagen dürfen! – deutlich besseren Kaffee als die traditionellen Innenstadt-Kaffeehäuser.

Du bekommst:

  • eine lebendige Gegend
  • weniger Touristen
  • junges, hippes und kreatives Publikum
  • Bars und Restaurants
  • keinen Parkplatz

Das hübscheste Viertel in der Gegend ist meiner Meinung nach der Spittelberg. Kleine Biedermeierhäuser, enge Gassen, Kopfsteinpflaster: Pittoresker wird's nicht, nicht mal in Wien. Hier fühlt es sich noch an wie in einem Vorort des 19. Jahrhunderts. Und das obwohl man nur die Ringstraße überqueren muss, um in der Innenstadt zu sein.

Wenn du mehr Action brauchst, solltest du dich in der Nähe des Naschmarkts umsehen. Der berühmteste Markt Wiens ist speziell am Abend ein guter Tipp für Essen und Drinks.

Die goldene Regel für Lage-Qualität in Wien gilt auch in dieser Favourhood: Je näher an der Innenstadt, desto besser.

Ein bisschen cooler als der Rest der Stadt.

Im 6. und 7. leben die Hippen und Kreativen.

Praktischer Tipp für 6. und 7. Bezirk

Mit dem Auto solltest du nur in diese Gegend kommen, wenn dein Hotel eine Garage hat. Beide Bezirke sind für Wiener Verhältnisse kein Spaß beim Fahren und Parkplatzsuchen. Hipster- & Bobo-Einwohner, eine grüne Stadtregierung und schmale Gassen machen die Nachbarschaft attraktiv für Fußgänger und Radfahrer, aber eben nicht für Autofahrer.

Außerdem: Wie in den meisten Gegenden Wiens ist Parken kostenpflichtig (Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr). Die so genannten „Parkscheine“ kann man an Tankstellen, in Postfilialen, an den Ticketautomaten der U-Bahn und in „Trafiken“ kaufen (das sind kleine Geschäfte, die oft mit „TABAK“ beschriftet sind).

Wie vieles anderes auch, ist übrigens auch der Naschmarkt am Sonntag geschlossen. Am Samstag gibt es dafür gleich neben dem Markt einen Flohmarkt.

8. und 9. Bezirk – Ruhig und bürgerlich


Wenn dich Touristenmassen, Einkaufsstraßen und Sightseeing-Checklisten stressen, gibts eine gute Alternative:

Achter und Neunter Bezirk sind verglichen mit den anderen beiden Favourhoods  eher Insider-Tipps. Und das hat Vorteile: Diese beiden sehr authentisch-wienerischen Gegenden sind weder touristisch noch voller Menschen. Warum? Weil es hier weniger Sehenswürdigkeiten und dafür mehr Nachbarschafts-Feeling gibt. Wer's lieber bürgerlich und ruhiger mag, ist hier richtig.

Auch im Achten und Neunten Bezirk solltest du versuchen, so nah wie möglich an der Innenstadt zu wohnen, und so weit wie möglich vom Gürtel entfernt.

Du bekommst:

  • ein Gefühl davon, wie Wiener leben
  • ruhige Straßen
  • charmante, bürgerliche Atmosphäre
  • Parks (9. Bezirk)
  • aber keinen Parkplatz (8.)

Der Achte ist nicht nur der kleinste Bezirk Wiens. All die engen Gassen, die Theater, die kleinen Häuser aus dem 19. Jahrhundert und ihre Bewohner, die nicht viel jünger sind – all das macht die Gegend auch zu einer der charmantesten in Wien. Meiner Meinung nach liegt der schönste Platz der Stadt mitten im Achten: Der Piaristenplatz hat fast italienisches Flair.

Der Neunte Bezirk ist grüner, weitläufiger und beherbergt eine Menge Universitäts-Institute und Botschaften – und die kommen meist mit Garten oder Park daher. Von den vielen Studenten, die man in manchen Gegenden sieht, sollte man sich nicht täuschen lassen: Alsergrund ist eine weitgehend ruhige und bürgerliche Ecke der Stadt.

Die beste Mischung aus ruhig und zentral.

Deswegen leben Wiener gerne im 8. und 9.

Praktischer Tipp für 8. und 9. Bezirk

In den Achten Bezirk solltest du dein Auto nur dann bringen, wenn dein Hotel eine Garage hat. In den engen Gassen, die die Nachbarschaft gleichzeitig so charmant machen, ist einfach nicht genug Platz zum Parken. Der Neunte Bezirk ist weitestgehend okay für Autofahrer.

Aber Achtung: Wie in den meisten Gegenden Wiens ist Parken auch hier kostenpflichtig (Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr). Die so genannten „Parkscheine“ kann man an Tankstellen, in Postfilialen, an den Ticketautomaten der U-Bahn und in „Trafiken“ kaufen (das sind kleine Geschäfte, die oft mit „TABAK“ beschriftet sind).

Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt – auch die schlechten Gegenden sind also nicht richtig übel. Es gibt allerdings zwei Regeln, mit denen du die für Besucher weniger guten Nachbarschaften und Bezirke zu identifizieren kannst:

  • Meide den Gürtel. Alles, was direkt oder sehr nahe an der großen Straße liegt, die rund um die Bezirke 3 bis 9 führt, ist tendenziell laut und weniger schön.

  • Meide als Tourist alles außerhalb des Gürtels. Speziell die Bezirke 10-12, 15-17 und 20-22 sind nicht die beste Wahl in Wien. Die Bezirke 13, 14, 18, 19 und teilweise 23 gehören zwar zu den schönsten Wohngegenden der Stadt, sind aber auch weit weg vom Zentrum und daher weniger empfehlenswert für Besucher.

Wien: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie ist Wien aufgebaut?

  • Die „Innere Stadt“ (das ist der 1. von 23 Bezirken in Wien) liegt – wenig überraschend – genau im Zentrum der Stadt.
  • Dieser 1. Bezirk ist umschlossen von der „Ringstraße“. Wiener nennen sie einfach den „Ring“. Am Ring stehen viele der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Wiens.
  • Außerhalb der Ringstraße befinden sich die Bezirke 2 bis 9. Diese sind wiederum – auch ziemlich logisch – vom so genannten „Gürtel“ umschlossen. Die Bezirke 10 bis 23 liegen dann außerhalb des Gürtels.
  • Und als wäre das alles nicht schon logisch genug: Der Stephansdom, das Wahrzeichen Wiens, liegt natürlich genau in der Mitte der Mitte, also im Herzen der Inneren Stadt.

Wie komme ich in Wien vom Flughafen in die Stadt?

Wien hat nur einen Flughafen, es ist also klar wo du ankommst. Wenn du keine Lust hast, 30-40 € für ein Taxi in die Stadt auszugeben, hast du folgende Optionen:

  • Den City Airport Train (CAT) – dieser fährt vom Flughafen direkt ohne Stop vom Flughafen in einen Bahnhof in Innenstadtnähe („Landstraße/Wien Mitte“), der an die U-Bahn angeschlossen ist. Kostet 11 € und dauert 15 Minuten, das Ticket für die Weiterfahrt im U-Bahnnetz ist da aber noch nicht inkludiert. Mehr Infos hier.
  • Die Busse der „Vienna Airport Lines“, die vor dem Flughafen abfahren. Kostet 8 € und dauert etwas mehr als 20 Minuten. Aufpassen: Nur die Busse, die nach „Morzinplatz/Schwedenplatz“ fahren, landen auch in der Innenstadt. Mehr Infos hier.
  • Die "normale" Schnellbahn (Linie S7), die mit ein paar Stops in 25 Minuten am selben Bahnhof ankommt wie der CAT, allerdings um nur 4,80 € und dann auch mit bereits Ticket das auch die Weiterfahrt im Wiener U-Bahnnetz inkludiert. Mehr Infos hier.

Wie sicher ist Wien?

Wien ist eine der sichersten, saubersten und lebenswerteste Städte der Welt. Es gibt so gut wie keine gefährlichen Gegenden, selbst in der Nacht. Wenn du vermeidest, nachts den Gürtel entlang zu gehen, wirst du kaum zwielichtige Gestalten zu Gesicht bekommen.

Was sind typische Anfängerfehler in Wien?

  • Am Sonntag einkaufen gehen: Ja, das wird eher nichts in Wien. Sonntag ist wirklich Ruhetag hier, nicht mal Lebensmittel kann man im Allgemeinen einkaufen.
  • Direkt am Stephansplatz, am Graben oder auf der Kärntnerstraße essen gehen. Diese drei Straßen bilden den Kern der innerstädtischen Touristen-Zone, Restaurants die direkt dort liegen sind also meist teuer und nicht allzu gut. Besser in die Seitengassen wechseln.
  • Zu einem der Heurigen in Grinzing gehen, wo die Touristenbusse die Menschenmassen ankarren: „Heurigen“ ist eine spezielle Form der Gastwirtschaft in Wien, die es sich auf jeden Fall lohnt auszuprobieren. Man sollte aber wissen wo und wie der ganze Bestellprozess im Heurigen läuft, sonst kann es für Wien-Besucher schon mal etwas stressig werden. Mein Tipp also: überredet jemand den ihr in Wien kennt, mit euch zum Heurigen zu gehen. Einheimische wissen üblicherweise Bescheid.
  • Einfach das Auto irgendwo abstellen: in Wien gibt es großflächig kostenpflichtige Parkzonen und auch Zonen in denen nur Anrainer parken dürfen. Für Besucher ist meist weder einfach ersichtlich, wo sie wann parken dürfen, noch klar, wo sie fürs Parken bezahlen können. Am besten fragst du einen Einheimischen ob du hier parken darfst und was du dafür tun musst, damit du keine Strafe bekommst.
  • Am Montag ins Museum gehen wollen: Nicht alle, aber viele Museen in Wien sind montags geschlossen. Das solltest du im Einzelfall vorher checken.
  • Unfreundliche Kellner zu ernst oder persönlich nehmen: Leider ist der schlecht gelaunte und etwas harsche Kellner in Wien nicht nur ein Klischee. Wir nennen das „grantig“. Nimm es einfach nicht zu ernst und gib freundlichen Servicekräften umso mehr Trinkgeld.

Wie komme ich in Wien am besten voran?

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind exzellent ausgebaut in Wien. Wenn du längere Distanzen zurücklegen willst (z.B. zum Schloss Schönbrunn) benutzt du am besten die U-Bahn. Eine Nostalgie-Sightseeing-Tour bekommst du um etwas mehr als 2 Euro, indem du einfach in eine der alten roten Straßenbahnen springst, die die Ringstraße entlang fahren.

Innerhalb der Ringstraße, also im 1. Bezirk, solltest du einfach zu Fuß gehen. Es ist die einzige Fortbewegungsmethode, die hier wirklich Sinn macht. Daneben gibt es noch gut ausgebautes Bike-Sharing ("Citybike", mehr Infos hier) und jede Menge E-Scooter-Dienste in Wien.

Man bekommt zwar einfach und schnell ein Taxi in der Innenstadt und wird von den Taxifahrern üblicherweise auch nicht übers Ohr gehauen, aber ehrlich gesagt: Ich bevorzuge Uber. Die Fahrer sind freundlicher, obendrein ist es in Wien immer noch etwas günstiger. Auch der Carsharing-Dienst ShareNow (vormals Car2Go und DriveNow) steht dir zur Verfügung, wenn du ihn in einer anderen Stadt nutzt.

Wie sind die Öffnungszeiten in Wien?

Die Öffnungszeiten von Geschäften sind für viele Wien-Besucher etwas überraschend: Meist wird schon um 18 Uhr geschlossen, an Samstagen oft auch früher. Zumindest Supermärkte haben aber unter der Woche meist bis 20 Uhr offen, an Sonntagen oder Feiertagen solltest du aber nicht damit rechnen, etwas kaufen zu können: Österreich ist ein katholisches Land mit mächtigen Gewerkschaften – also bleiben die Läden geschlossen. Damit muss man umgehen lernen. Außerdem bleiben einige Museen montags geschlossen.

Was ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Wien?

  • Januar & Februar sind kalte, etwas dunkle und manchmal verschneite Monate. Muss man mögen.
  • März & April können schöne Frühjahrsmonate sein, sind aber berühmt für ihr wechselhaftes Wetter.
  • Mai & Juni sind schon wärmer, mit 8-9 Regentagen pro Monat, aber noch vergleichsweise unbeständig.
  • Juli & August sind bei weitem die heißesten und sonnigsten Monate des Jahres. Viele Wiener sind dann auf Urlaub und nicht in der Stadt, manche Restaurants bleiben geschlossen. Diverse Festivals sorgen allerdings für Unterhaltung der zahlreichen Besucher.
  • September & Oktober sind meist sehr schöne Herbstmonate: Du kannst auf sonnige Tage, kühle Luft, blauen Himmel und bunte Blätter hoffen.
  • November ist üblicherweise ein grauer und nebliger Monat mit etwas Depressionspotenzial.
  • Im Dezember schaltet die ganze Stadt Wien auf Weihnachten um: Überall Märkte, Glühwein & Punsch, wunderschöne Beleuchtung, Pferdekutschen und Eislaufplätze. Eine der besten Zeiten, um die Stadt zu besuchen und selbst für abgebrühte Reisende ziemlich magisch.

Wie steht es in Wien ums Trinkgeld?

Modus: Wenn du den Kellner um die Rechnung fragst, wird er sie dir entweder bringen, hinlegen, wieder gehen und etwas später wieder kommen, oder er sagt dir einfach was du zu bezahlen hast. In beiden Fällen musst du dir überlegen, wieviel du inklusive Trinkgeld zahlen möchtest. Das sagst du dem Kellner dann, während du ihm das Geld gibst. Er wird dir dann nur die Differenz zurückgeben und sich für das Trinkgeld bedanken. Beispiel: du bekommst eine Rechnung über 38 €, gibst dem Kellner einen 50-€-Schein und sagst „40!“. Er wird dir dann 10 € zurückgeben.

Höhe: Für Rechnungen unter 10 € rundet man daher üblicherweise auf den nächsten Euro-Betrag auf, für alles darüber sind 5 bis 10% normal.

Welche Faux-Pas sollte man in Wien vermeiden?

  • Du bestellst „einen Kaffee“. Gerade in traditionellen Wiener Kaffeehäusern kann das (einen typisch wienerisch-unfreundlichen Kellner vorausgesetzt) schon mal eine schnippische Antwort provozieren à la „Kaffee haben wir nicht. Wir haben Mokka, Melange, Cappuccino, Einspänner, Franziskaner, kleiner Brauner, großer Brauner, ...“ – dazu muss man wissen, dass es kaum wo auf der Welt so viele Kaffee-Variationen gibt wie in Wien. Besser lässt du dich beraten als diese Vielfalt zu ignorieren.
  • Du machst einen Einheimischen darauf aufmerksam, dass das Wiener Schnitzel eigentlich aus Mailand kommt, das Gulasch aus Ungarn, und eine „Melange“ auch nichts anderes ist als ein Cappuccino.
  • Da du das auf deutsch liest, nehme ich an, dass du Österreicher nicht mit Deutschen verwechselst. Der Rest der Welt macht das und wir mögen es nicht. No offense. ;-)
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